After-Sales-Marketing
After-Sales-Marketing beschreibt sämtliche Maßnahmen, welche die Kundenbetreuung
nach dem Erwerb eines Produktes hinsichtlich Reklamationen, Service, Ersatzteilmanagement,
Reparatur- und Wartungsdiensten betreffen.
Balanced Scorecard
Balanced Scorecard (BSC) bedeutet übersetzt: „Ausgewogener Berichtsbogen“. Eine BSC stellt
ein Konzept des Performance Measurements dar, das der mehrdimensionalen, vorwiegend
strategischen Planung und Steuerung eines Unternehmens oder Geschäftsbereiches dient.
Sie enthält sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Kenngrößen und misst die
Unternehmensleistung sowohl aus einer externen (Kapitalgeber und Kunden) als auch
einer internen (Prozesse und Mitarbeiter) Perspektive.
Beschwerdemanagement
Beschwerdemanagement umfasst die Planung, Durchführung und Kontrolle aller Maßnahmen,
die ein Unternehmen im Zusammenhang mit Beschwerden ergreift.
Customer Care
Unter Customer Care ist die Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Maßnahmen
zu verstehen, die sich auf die Lösung von Kundenanliegen richten. Dabei liegt der
kundenbezogene Schwerpunkt des Customer Care auf einem Kundendialog, insbesondere auf
der Anregung und problemgerechten Beantwortung kundeninitiierter Kommunikation.
Customer Relationship Management
Customer Relationship Management ist eine kundenorientierte Unternehmensphilosophie,
die mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien danach strebt,
auf lange Sicht profitable Kundenbeziehungen durch ganzheitliche und individuelle Marketing-,
Vertriebs- und Servicekonzepte aufzubauen und zu festigen.
Data-Base-Marketing
Unter Data-Base-Marketing versteht man die Steuerung des operativen Marketing (Computer Aided
Selling) auf der Grundlage einer kundenbezogenen, EDV-gestützten Datenbank. Die Auswertung
kundenbezogener Daten eröffnet für Unternehmen die Möglichkeit einer persönlichen Ansprache
des einzelnen Kunden. Dabei wird das Ziel verfolgt, den Kundenkontakt zwischen Anbieter und
Kunden aufrecht zu erhalten und so eine vertiefte Kundenbindung herzustellen.
Data-Mining
Data Mining bezeichnet Techniken zur Identifikation von relevanten Mustern und Regeln in
großen Datenbanken. Der Begriff wird auch für die Anwendung dieser Techniken und für die
Forschungsrichtung, die sich mit der Entwicklung dieser Techniken beschäftigt, verwendet.
E-Commerce
E-Commerce steht für den Handel über das Internet. Kataloge, Offerten und Bestellungen
werden online angeboten bzw. abgewickelt. E-Commerce findet sowohl zwischen Anbieter und
Endverbraucher, als auch zwischen Unternehmen (Business-to-Business) statt.
E-Services
Dienstleistungen im Internet sind an einem bestimmten virtuellen Ort im WWW von einem
Anbieter bereitgestellte digitalisierte Leistungspotenziale, welche der Kunde in teilweise
oder vollkommen selbständig zu durchlaufenden Prozessen temporär bewusst zur Bedürfnisbefriedigung
nutzt. Im Rahmen des Prozesses bringt der Kunde interaktiv Informationen in den Prozess mit
ein, um als Ergebnis ihm zugute kommende Entscheidungen, Speicherleistungen, Selektionen
o.ä. zu erlangen.
Kundenbeziehung
Kundenbeziehungen sind Geschäftsbeziehungen und zwar verstanden als von ökonomischen Zielen
geleitete Interaktionsprozesse mit personalen Kontakten, langfristigen Geschäftsperspektiven
und einer investiven Komponente.
Kundenbeziehungs-Lebenszyklus
Geschäftsbeziehungen durchlaufen unterschiedliche Phasen, die sich in der Beziehungsintensität
unterscheiden. Zu den Phasen zählen: Anbahnungs-, Sozialisations-, Wachstums-, Reife-,
Kündigungs-, Abstinenz- und Revitalisierungs- sowie Gefährdungsphasen.
Kundenbeziehungsmanagement
Kundenbeziehungsmanagement ist ein Synonym für Kundenmanagement bei noch stärkerer Betonung
des Beziehungsaspekts. Es beschäftigt sich mit der aktiven und systematischen Analyse und
Gestaltung von stabilen sowie ertragreichen Geschäftsbeziehungen.
Kundenbindung
Kundenbindung kann als eine innere Verpflichtung des Kunden (Commitment) aufgefasst werden,
die durch Vertrauen in den Geschäftspartner, den Wunsch nach einer stabilen Geschäftsbeziehung,
der Bereitschaft zu kurzfristigen Opfern und der Verteidigung des Anbieters gegenüber
Angriffen Dritter zum Ausdruck kommt.
Kundenclub
Ein Kundenclub stellt ein integratives Kundenbindungsinstrument eines Unternehmens dar,
der ein Bündel exklusiver Leistungen einer Teilmenge der Kunden zur Verfügung stellt.
Insbesondere ermöglicht ein Kundenclub eine dauerhafte, intensive Kommunikation zwischen
Unternehmen und Klubmitglied.
Kundendienst/Außendienst
Kundendienst beinhaltet sämtliche Nebenleistungen eines Unternehmens, die den Absatz
der Hauptleistung unterstützen und fördern. Diese werden (zumeist) im Bereich des
After-Sales angeboten.
Kundenorientierung
Bei der Kundenorientierung - als Ausrichtung am Kunden und seinen Wünschen - ist zwischen
institutionellem und personalem Verständnis zu unterscheiden: Institutionelle Kundenorientierung
umfasst u.a. die Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit, Kosteneffizient, Flexibilität und
Termintreue eines Unternehmens gegenüber seinen Kunden. Dahingegen beschreibt die personale
Kundenorientierung vielmehr das individuelle kundenfreundliche Verhalten eines Mitarbeiters
im direkten oder indirekten Kundenkontakt.
Kundenpotenzialanalyse
Die Kundenpotentialanalyse hat zum Ziel, den Wert eines Kunden zu bestimmen.
Dazu werden Instrumente wie die ABC-Analyse, Kundendeckungsbeitragsrechnung,
Kunden-Scoring-Modelle, Kunden-Portfolio-Techniken und die Analyse des Customer
Lifetime Values eingesetzt.
Kundenrückgewinnung
Kundenrückgewinnung beinhaltet die Planung, Durchführung und Kontrolle aller Maßnahmen,
die ein Unternehmen mit dem Zweck ergreift, Kunden, die eine Geschäftsbeziehung kündigen,
zu halten bzw. Kunden, die eine Geschäftsbeziehung bereits abgebrochen haben,
zurückzugewinnen.
Kundenwert
Der Kundenwert drückt die ökonomische Gesamtbedeutung eines Kunden für ein Unternehmen
aus. Zumeist wird der Kundenwert als Summe der diskontierten, kundenindividuellen
Ein- und Auszahlungen angesehen, die während der Gesamtdauer einer Kundenbeziehung
anfallen.
Kundenzufriedenheit
Kundenzufriedenheit ist das Ergebnis eines komplexen Soll-Ist-Vergleichsprozesses.
Die Kunden vergleichen die subjektiven Erfahrungen, die mit der Inanspruchnahme
der Dienstleistung verbunden waren (IST-Komponente), mit ihren Erwartungen, Zielen
oder Normen, die in bezug auf die Leistungen des Anbieters bestehen (SOLL-Komponente).
Marketing-Mix
Der grundsätzliche Marketing-Mix beschreibt die von einem Unternehmen gewählte
Kombination der zeitraum- und markt- bzw. marktsegmentbezogen eingesetzten
Marketinginstrumente Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik und
Kommunikationspolitik. In Anlehnung an die jeweils analogen Begriffe im Englischen
Sprachraum Product, Price, Promotion und Place spricht man diesbezüglich auch
häufig von den 4 P des Marketing. Diese 4 P erfuhren mit der zunehmenden
Bedeutung des Dienstleistungsmarketing allerdings eine Ergänzung um die drei weiteren P
des Process (= Dienstleistungsprozess), People (= Mitarbeiter im Dienstleistungskontakt)
und Physical Evidence (= das physische Umfeld der Dienstleistungserstellung), so dass man
im Dienstleistungsmarketing von den 7 P spricht.
Mitarbeiterzufriedenheit
Mitarbeiterzufriedenheit ist eine Einstellung in bezug auf das Arbeitsumfeld eines Mitarbeiters,
die sich aus dem Soll-Ist-Vergleich eines Mitarbeiters zwischen dem erwarteten Arbeitsumfeld
(Soll) und dem tatsächlich wahrgenommenen Arbeitsumfeld (Ist) ergibt.
Service
Der Begriff des Service wird häufig synonym zu dem des Kundendienstes gebraucht. In einem
weiterfassenden Verständnis kann Service aber auch mit Dienstleistung generell
gleichgesetzt werden.
Serviceorientierung
Serviceorientierung beschreibt die ständige geistige Ausrichtung eines Mitarbeiters
auf alle für das Dienen bedeutsamen Sachverhalte und die dahingehende umfassende
Aufnahme der entsprechenden Informationen mit Verhaltensabsicht. Sie beinhaltet
somit - ähnlich der Einstellung - einerseits eine aktivierende Komponente, die aus
der Motivation des Mitarbeiters besteht, dem Kunden als Problemlöser zu helfen und
somit zu dienen. Andererseits reflektiert die Überzeugung des Mitarbeiters, dass die
Tätigkeit des Dienens als wichtig zu erachten ist, eine kognitive Komponente der
Orientierung.
Telefonmarketing
Beim Telefonmarketing werden Sachgüter und Dienstleistungen über das Telefon vertrieben.
Des Weiteren kann ein Telefonmarketing als Instrument des Beziehungsmarketing
eingesetzt werden.
Total Quality Management (TQM)
Total Quality Management ist ein langfristiges, integriertes Konzept, die Qualität von
Produkten und Dienstleistungen einer Unternehmung umfassend durch die Mitwirkung aller
Mitarbeiter termingerecht und zu günstigen Kosten zu gewährleisten sowie kontinuierlich
zu verbessern, um eine optimale Bedürfnisbefriedigung der Konsumenten zu ermöglichen.
Vertikales Marketing
Im Rahmen des vertikalen Marketing lassen sich zwei Dimensionen unterscheiden.
Vertikales Marketing i.w.S. umfasst die systematische Planung, Durchführung und
Kontrolle von Marketing-Maßnahmen, die sich auf alle in den Marketingweg eingeschalteten
Akteure richten, mit dem Ziel, sie zu einem abgestimmten Verhalten zu bewegen.
Vertikales Marketing i.e.S. betrifft den Teil der marktstufenbezogenen Aktivitäten,
die der Hersteller gegenüber allen in den Absatzweg seiner Produkte eingeschalteten
Absatzmittler ergreift.